FISCHEREIVORSCHRIFTEN

BITTE AUSDRUCKEN !!!

Detailierte Bedingungen zur Ausübung des Fischereirechtes in den
Außerforellengewässer
gültig in den Revieren des Mährischen Fischereiverbandes
ab 1.1.2020 bis 31.12.2021

Detailierte Bedingungen zur Ausübung des Fischereirechtes beruhen auf Gesetz Nr. 99/2004 der Sammlung der Gesetze, Kundmachung Nr. 197/2004 (in gültige Fassung) und gleichzeitig respektieren sie weitere Rechtsvorschriften und wissenschaftliche Erkenntnisse.
Detaillierte Bedingungen zur Ausübung des Fischereirechtes in den Revieren des Mährischen Fischereiverbandes
(weiter nur MFV) wurden genehmigt durch den Verbandsauschuß des MFV am 3.Oktober 2019 und durch die Haupt-versammlung MFV am 9. September 2019.

I. Die Schonzeiten der einzelnen Fischarten

1. vom 01.01. bis 15.03.: Aalrutte
vom 01.01. bis 15.06.: Rapfen, Zander, Wels, Hecht, Barsch
vom 01.01. bis 30.09.: Huchen
vom 16.03. bis 15.06.: Aitel (Döbel), Aland, Stör (Hausen), Nase, Barbe, Ostbarbe, Zährte
vom 01.09. bis 15.04.: Bachforelle
vom 01.09. bis 30.11.: Aal
vom 01.12. bis 31. 07.: Äsche
2 . Im lnteresse der Schonung des Karpfens kann die Organisation nach dem Aussetzen das Verbot des Fanges vom Karpfen oder sämtlicher Fische in dem ihr anvertrauen Revier oder im dessen Teil für die Zeit von maximal 10 Tage nach dem Aussetzen bestimmen. Dieses Verbot muss im Revier mittels Tafeln sichtbar bezeichnet werden. Die Ortsorganisation des MFV kann 5 Tage vor einem Wettangeln einen Fangverbot im Abschnitt wo das Wettangeln stattfindet bestimmen.

II. Die Tageszeiten des Fischfanges in den Außerforellengewässern sind:

a) im April, Mai, Juni, Juli, August und September von 4 bis 24 Uhr
b) im Oktober, November, Dezember, Januar, Februar und März von 5 bis 22 Uhr

III. Das Verbot der Aneignung von Fischen, welche das bestimmte vorgeschriebene Mindestmaß nicht erreichen

Graskarpfen 50 cm
Nase30 cm
Rapfen 40 cm
Barbe 40 cm
Zander 45 cm
Zährte 25 cm
Huchen 65 cm
Regenbogenforelle 25 cm
Aitel, Döbel 25 cm
Bachforelle 25 cm
Aland 25 cm
Rheinanken, Peledmaräne 30 cm
Stör 30 cm
Bachsaibling 25 cm
Karpfen 40 cm
Wels 70 cm
Schleie 25 cm
Hecht 60 cm
Äsche 30 cm
Silberkarpfen, Tolstolobik 50 cm
Aalrutte 30 cm
Aal 55 cm

Diese Länge wird bei Fischen vom vorderen Ende des Kopfes bis zum äußersten Teil der Schwanzflosse gemessen, indem Sie die Messgeräte in einer geraden Linie auf den Fisch legen, nicht auf den Bogen über dem Fisch.Verschiedene Maße bei einzelnen Fischarten sind im Verzeichnis der Reviere angeführt. An manchen Revieren kann auch eine obere Grenze für Schonmaß eingeführt werden (dies ist immer in der Revierbeschreibung angeführt). Fische die größer sind als das obere Schonmaß müssen zurückgesetzt werden.

IV. Beim Angeln im Revier ist es verboten:

a) zum Fischfang explosive, giftige oder betäubende Mittel verwenden
b) Spitzen irgendeiner Art benützen, Fänge, Angeln ohne Rute, Gabeläste zu benutzen, wie auch auf Fische schießen, oder diese unter dem Eis zu schlagen, mittels Schnüre zu angeln und sie mit Schnur reißen, sie in Hände und Schlingen zu fangen
c) zum Fischfang Elektrizität zu benutzen, Fische unter dem Eis angeln
d) erbeuten bestimmter Fischarten während der Schonzeit um ihre Reproduktion zu schützen
e) erbeuten bestimmter Fischarten die das Mindestmaß nicht, um zu erreichen diese Arten vom Fische zu schützen
f) angeln außerhalb der Tageszeiten für den Fischfang, um den Fischbestand zu schützen
g) Benutzung von allen ständigen Einrichtungen zum Fischfang oder Netze, die voneinander wenigstens 50 Meter entfernt sind, den Fischaufstieg gegen dem Wasserstrom bei normalem Wasserstand zu verhindern
h) angeln aus Wohnschiffen, aus Wasserfahrzeugen der öffentlichen Beförderung und aus schwimmenden Einrichtungen
i) angeln in der Schiffsschleuse
j) angeln bei den Talsperren, in der Entfernung weniger als 100 Meter vom Dammkörper
k) angeln von Eisenbahn- und Straßenbrücken und Fußgängerstegen
l) angeln an Stellen wo sich während eines außerordentlich niedrigen Wasserstandes Fische angehäuft haben, oder während einer schädlichen Wasserverunreinigung und auch die zur Überwinterung oder Fischlaich angehäuften Fische, Fischbrut abfischen, soweit diese Maßnahme der Benützer des Fischereireviers zur Rettung von Fischen oder
zur Übertragung in andere Gewässer
m) Einrichtungen wie Reusen und Fischfallen zu benutzen
n) in den Fischtreppen oder in der Entfernung von 50 Meter oberhalb, oder darunter fischen
o) bauen von festen Schutzdächern, Gräben, Hütten aus Holz und andere
Änderungen an den Ufern des Fischerrevieres
p) Verwendung von Doppel- und Dreifachhaken ist verboten im Zeitraum von 01.01. bis 15.06. mit Ausnahme der Reviere wo Spinnangeln vor dem 15.06. gestattet ist
q) Angeln mit totem oder lebendigem Köderfisch oder dessen Teil vom 01.01. bis 15.06.
r) Angelstellen an der Wasseroberfläche markieren
s) Angeln auf das ganze Land, auf dem sie den Zugang zu Personen verweigert wird ermächtigt, Fischereirechte auszuüben.
t) Die Befestigung der Hauptschnur in jeder Art an der Uferlinie (auf Gewächs, Steine oder Bäume).

V. Angelgeräte, Angelmethoden und Köder

1 – Das Grundfischen – der Köder beruht auf dem Grund, wo er durch eine Gewicht oder Blei gehalten wird.
Auf diese Weise ist es möglich, mit zwei Ruten gleichzeitig zu fischen, jede Rute kann zwei Vorfächer mit jeweils einem Einzelhaken haben oder ein Vorfach mit einem Doppel- oder Dreifachhaken. Man kann Köder lebendiger oder pflanzlicher Abstammung verwenden, welche die Wasserqualität nicht beeinflussen können. Beim angeln mit Köderfisch kann man Mehrhakensysteme verwenden mit maximal drei Haken (Einzel- bis Dreifachhaken).
2 – Das Stippfischen – Angeln mit Köder mit 1-2 Ruten, der Köder befindet sich in Bewegung (durch den Wasserstrom getragen) oder in Ruhe (stehende Wasser) in einer beliebigen Höhe der Wassersäule. Die Bewegung und Lage des Köders sichert überwiegend eine Pose. Eine Kombination mit Grundangeln (jeweils 1 Rute Grund- und Stippfischen) ist möglich. Die Rute kann in der Hand gehalten werden oder in einem Rutenhalter liegen. Beim angeln mit Köderfisch kann man Mehrhakensysteme verwenden mit maximal drei Haken (Einzel- bis Dreifachhaken).
3 – Das Spinnfischen – Beim Spinnangeln ist nur eine Rute erlaubt, die man ständig in der Hand halten muß, eine andere Rute darf nicht ausgelegt werden. Das Spinnfischen ist das aktive führen des Köders im Wasser. Diese Methode ist ausschließlich zum angeln auf Raubfische und Lachsfischen bestimmt . Als Spinnangeln wird auch Fliegenfischen betrachtet, wenn man dafür einen Spinnkörder oder eine Kunstfliege mit rotierendem Löffel oder Propeller verwendet. Spinnköder können je nach deren Bauart maximal drei Haken (Einfach- bis Dreifachhaken) haben. Beim Spinnangeln ist schleppen des Köders hinter einem fahrenden Angelboot verboten. Das Spinnangeln ist vom 16.06. bis 31.12. erlaubt mit Ausnahme der Reviere wo Spinnangeln ab dem 16.04. gestattet ist.
4 – Das Schleppfischen :ist angeln mit einer Rute mit einem Köder, andere Rute darf nicht ausgelegt werden. Durch Schleppfischen wird das schleppen des Köders hinter einem fahrendem Angelboot bezeichnet ohne Rücksicht auf Wassertiefe in der geangelt wird. Der Köder kann man maximal 20 Meter hinter dem Angelboot geschleppt werden und man darf damit keine andere Personen gefährden. Auf den Revieren des MFV ist das Schleppfischen verboten, außer es ist in der Revierbeschreibung ausdrücklich erwähnt „Schleppfischen erlaubt“.
5 – Das Fliegenfischen mit der Kunstfliege: ist angeln mit einer Rute mit Fliegenschnur und als Köder wird eine Kunstfliege verwendet. Die Fliegenschnur kann durch Angelschnur und eine Schwimmkugel oder andere Gewicht ersetzt werden. Beim Fliegenfischen mit der Kunstfliege kann man maximal drei Vorfächer benutzen mit jeweils einem Einzelhaken. Als Köder wird eine Kunstfliege verwendet, eine Nachahmung eines Insektes oder anderer Organismen. Der Köder darf nicht mit einem rotierendem Löffel oder Propeller ausgestattet sein – solche Köder werden für Blinker gehalten. Das Fliegenfischen auf oben beschriebene Art ist nur in Ausserforellengewässern erlaubt. Beim Fliegenfischen darf keine weitere Rute ausgelegt sein.
6 – Das Fliegenfischen: ist angeln mit einer Rute mit Fliegenschnur. Die Fliegenschnur kann durch Angelschnur und eine Schwimmkugel als Gewicht ersetzt werden. Beim Fliegenfischen kann man maximal zwei Vorfächer benutzen mit jeweils einem Einzelhaken. Als Köder kann man auch lebendige oder tote lnsekten verwenden. Der Köder darf nicht mit einem rotierendem Löffel oder Propeller ausgestattet sein – solche Köder werden für Blinker gehalten. Das Fliegenfischen auf oben beschriebene Art ist nur in Ausserforellengewässern erlaubt. Beim Fliegenfischen darf keine weitere Rute ausgelegt sein.
7 – Das Raubfischangeln: ist eine Angelmethode, die ausschließlich zum angeln auf Raubfische (Hecht, Zander, Rapfen, Wels) verwendet wird. Zu dieser Methode gehört das Spinnfischen, Schleppfischen, und angeln mit Köder die klar für Raubfische bestimmt sind, z. B. Kunstköder für Spinnfischen, ein Wurmballen auf großem Haken, Köderfisch. Als Köderfische können Fische verwendet werden, die im Revier kein Mindestmaß haben. Die Fische, die im Revier ein Mindestmaß haben, können als Köderfische nur dann verwendet werden, wenn sie dieses Mindestmaß erreichen. Als Köder dürfen nicht verwendet werden: geschützte Fische gemäß den Naturschutzvorschriften, Salmoniden, der Flußaal und die Arten, die in der Zeit wann sie als Köder verwendet werden sollen, Schonzeit haben.
8 – Angeln vom Boot: hierzu wird ein Angelboot oder ein Belly Boat verwendet. Beim angeln muss der Angler die Schiffahrtsvorschriften beachten, sowie die Vorschriften bezüglich des Betriebs von schwimmenden Einrichtungen. Angeln mit Rute vom Boot sowie Bewegung des Bootes und seine Landung darf nicht andere Personen stören, die vom Ufer angeln. In den Revieren des MFV ist das Angeln mit dem Boot verboten außer wenn in der Revierbeschreibung ausdrücklich ,,Angeln vom Boot gestattet“ erwähnt wird. Wenn man vom Boot angelt darf man keine Rute außerhalb des Bootes ausgelegt haben. Angeln vom Boot das auf ein Naturufer aufgezogen ist wird nicht als Bootsangeln betrachtet.
9 – Köderfischfang in ein Senknetz:
a) ist vom 16.06. bis 31.12. erlaubt. Der Benutzer des Fischereireviers kann Stellen festlegen, wo der Fang mit dem Senknetz bewilligt ist. Das Verbot des Fischfanges mit Senknetz ist in der Beschreibung von Revieren ausdrücklich angeführt
b) Köderfische, die kein Mindestmaß haben (Uklei, Kaulbarsch, Barsch, Gründling, usw. ) kann man mit einem Senknetz mit waagerechtem Netz mit maximaler Fläche 1Quadratmeter gefangen werden. Andere Fischarten darf man mit Senknetz nicht fangen.
c) beim Fang mit Senknetz dürfen andere Ruten nicht gestellt sein
d) Jugend bis 15 Jahre darf nicht Köderfische mit dem Senknetz fangen.

l0 – Angeln mit Boje: ist Raubfischangeln mit genehmigter schwimmender Einrichtung (Boje, Pose, usw. ). Beim Fang von Raubfischen kann jedoch eine Pose verwendet werden oder zwei Schwimmer mit maximalen Maßen jeweils 15x15x30 Zentimeter, Verbindung der Boje und der Hilfsboje muss nach dem Biss und während des Drills ermöglichen das die Hilfsboje sich so löst, das diese nicht mehr einen Festen Teil der Angel bildet. Nach Beendigung des Fangs muss die Hilfsboje aus dem Wasser herausgezogen werden. Im Falle von Verwendung einer Doppelboje darf man 2 Schwimmer verwenden mit maximalen Maßen 10x10x10 Zentimeter, welche durch eine feste Verbindung von maximal 150 Zentimeter Länge verbunden sind. Diese Verbindung muss solche Konstruktion haben, das sich die Boje nach dem Biss von der Hauptschnur lösen kann. Als Boje darf der unbearbeitete Styropor und die unbearbeiteten Kunststoffe nicht verwendet werden (inkl. Plastikflaschen).
11. Allgemeine Angelregeln:
Alle Fangmethoden müssen umgesetzt werden, um nicht andere Nutzer der Gewässer, Flusses oder Stausee zu gefährden oder zu beschränken.

VI. Pflichtausrüstung

Die zum Fischfang berechtigte Person muss den gültigen Staatlichen Fischereischein, die Bewilligung und einen Mitgliedsausweis (falls Mitglied im MFV) mit sich führen. Die zum Fischfang berechtigte Person muss beim angeln einen Hakenlöser (Arterienklemme, Zange, Pinzette) und ein Maßstab zum feststellen der Länge der gefangenen Fische haben.

VII. Der Besuch am Wasser, die Anzahl und Menge der Fänge und derer Evidenz

1. Vor dem Beginn des Fischfanges ist der Angler verpflichtet unauslöschlich das Datum und das Revier einzutragen in die Bewilligung – Verzeichnis der Besuche und Fänge (weiter nur ,,Verzeichnis“) Angeln ohne Erfüllung dieser Pflicht wird als Fang ohne Bewilligung betrachtet.
2. An einem Angeltag darf der Angler im Ausserforellenrevier auch wenn er an mehreren Revieren angelt höchstens 7 Kg von Fischen behalten. Wenn das Fanglimit mit dem letzten gefangenen Fisch überschritten wird, kann man auch diesen behalten. Täglicher Fang von Karpfen, Hecht, Zander, Wels und Graskarpfen ist auf 1 Stück pro Tag begrenzt, und es ist möglich sie bis zum insgesamt
2 Stück zu kombinieren (eine Kombination mit oben angeführten Fischarten ist möglich). Beim Fang und Entnahme von oben angeführten Fische endet der Tagesfang auch wenn diese das maximal erlaubte Gewicht der Tagesbeute von 7 Kg nicht erreichen wird. Wenn der Angler einen Fisch erbeutet mit dessen Gewicht das maximal erlaubte Gewicht der Tagesbeute von 7 Kg überschritten wird, endet mit behalten von diesem Fisch der Tagesfang.
3. Falls sich in Außerforellengewässern auch Lachsartige Fische und Äsche vorfinden, darf der Angler nur 3 Stück der Lachsartigen Fische und auch Äsche behalten, oder deren Kombination. Nach dem Fang und Aneignung von 3 Lachsartigen Fischen inklusive Äsche, ist der Tagesfang beendet, obwohl man nicht die maximale Tagesbeute von 7 Kg überschritten hat. Die Maräne wird nicht für einen lachsartigen Fisch gehalten.
4. Der Angler muss erbeutete Fische unauslöschlich in das „Verzeichnis“ eintragen, wo er die Fischart, Länge in Zentimeter und das Gewicht des Fisches angeben muss. Wenn der Angler eine Fischart erbeutet, welche ein gesetzliches Mindestmaß hat, muss er diese Tatsache sofort nach dem Fang und wenn er den Fisch behalten hat ins ,,Verzeichnis“ mit Angabe der Länge des Fisches in Zentimeter einzutragen. Bei anderen Fischarten, die kein Mindestmaß haben muss der Angler nur die Art sofort eintragen, die Anzahl und das Gewicht der sonstigen erbeuteten Fische, die der Fischer behält, ist er verpflichtet nach der Beendigung des Tagesfischens ins ,,Verzeichnis“ einzutragen, spätestens vor dem nächsten Besuch am Wasser. Wenn der Angler keinen Fang erreicht, ist er verpflichtet, die entsprechende Zeile in der Bewilligung (inklusive der Spalte für die Eintragung der Kontrolle) durchzustreichen.

VIII. Das Auslegen von Ködern

In den Revieren des MFV, wo ist das Auslegen von Köder verboten, ist es möglich die Köder an die Fangstelle nur durch auswerfen mit der Angelrute befördert werden.

IX. Zutritt auf Grundstücke

Der Revierbenutzer, der Fischereiwirt und sein Vertreter, der Besitzer einer Bewilligung und der Fischereiaufseher dürfen bei der Ausübung des Fischereirechts die Ufergrundstücke betreten, soweit Zutritt auf diese nicht im öffentlichem lnteresse untersagt ist; sie sind aber verpflichtet den dabei entstandenen Schaden zu ersetzen (§ 11, Abs. 8, Ges. 99/2004).

X. Angeln der Jugendlichen

Die Jugend bis einschließlich 15 Jahre kann in den Außerforellengewässern mit 1 Rute fischen. Die Jugend bis 15 Jahre darf nicht mit lebendem und totem Köderfisch, oder dessen Teil angeln. Die Jugend bis 15 Jahre darf nicht Köderfische mit Senknetz fangen. Spinnangeln ist nur mit Kunstköder erlaubt. Erwachsene Angler, der Inhaber der Genehmigung und des Angelscheins, kann auf Grund seiner Anglererlaubnis, bei Jugendliche bis 8 Jahre individuelle praktische Ausbildung durchführen.

XI. Erlaubte technische Mittel beim Angeln

Erlaubte technische Mittel beim Angeln sind: Lockholz für Wels, Angelboote, Belly Boat, Echolot, Kescher, Angelrute, Senknetz, Setzkescher, Hakenlöser, Massstab, Rutenhalter, Bissanzeiger, Pose, Blei.

XII. Benehmen beim Angeln

1. Beim Angeln mit der Grundangel, beim Posenfischen oder dem Fang von Köderfischen mit dem Senknetz ist es notwendig, das die Angler untereinander eine Entfernung von mindestens 3 Metern einhalten. Beim Fang mit der Spinnangel oder mit der Flugangel ist es notwendig, unter einzelne Anglern eine Entfernung von wenigstens 20 Metern eingehalten, soweit sie miteinander eine kürzere Entfernung nicht abgesprochen haben. Die Plätze zum Fang dürfen auf keine Weise reserviert werden. Als unberechtigte Ausgrenzung eines Angelplatzes gilt auch zurückgelassene Angelgeräte oder eines Teil des Gerätes ( z.B. ein Rutenhalter) am Angelplatz nach Beendigung des Angelns.
Definition von Begriffen: a) ein Angelplatz ist dort, wo sich der Köder im Wasser befindet.
b) ein Platz zum Angeln ist ein Platz, aus welchem wird der berechtigte
Fischfang durchgeführt.
2. Beim Angeln mit der Grundangel, beim Posenfischen oder dem Fang ins Senknetz muss der Angler so anwesend sein, dass er bei Bedarf Ruten manipulieren kann. Es darf kein System verwendet werden das automatisch den Anschlag auslöst.
3. Beim Angeln mit 2 Ruten darf der Abstand zwischen den Ruten maximal 3 Meter sein, im Umkreis von 3 Meter von den Ruten muss der Angler für Ordnung sorgen.

XIII. Bewahrung der gefangenen Fische

Wenn der Angler die gefangenen Fischen lebendig bewahrt, muss er einen Setzkescher mit Ringen haben, damit das Netz an den Körper des Fisches nicht anliegen kann, oder solche Einrichtung, die dem gefangenen Fisch wenigstens die minimale Bewegung ermöglicht (mit Netz bezogene Konstruktion, Kördersenken usw.). Es ist verboten Fische hinter den Kiemen oder auf eine andere schonungslose Art zu befestigen und die ungetötete Fische ersticken zu lassen. Der im Setzkescher aufbewahrte Fisch gilt als behalten. Es ist verboten gemeinsame Setzkescher zu gebrauchen. Es ist nicht gestattet Fische direkt am Wasser zu verschenken. Es ist verboten Lachsartige Fische und Äschen lebend zu halten. Wird der Fischfang beendet, und der Fang in einem Setzkescher oder einem anderen Fischlager aufbewahrt, ist der Fischer verpflichtet den Setzkescher mit seinem Namen, der Genehmigungsnummer und dem Ausgeber von der Genehmigung zu markieren und anzubringen.

XIV. Behandlung der gefangenen Fische

Beim bergen der Fische ist jeder Angler verpflichtet, die Fische rücksichtsvoll zu behandeln. Soweit es nicht möglich ist, den Fisch mit Rücksicht auf sein Gewicht zu bergen durch die Kraft der Rute, ist es notwendig den Kescher zu gebrauchen. Beim bergen der Fische vom großem Gewicht kann man Gaffhaken benutzen. Fische, die das Mindestmaß nicht erreichen, und daher ins Wasser zurückgelassen werden, befreien wir soweit es möglich ist im Wasser, ohne überflüssige Manipulation am Ufer. Wenn der Haken tief im Schlund steckt, ist es notwendig den Haken abzuscheiden. Wenn der Angler die Fische nicht lebendig ohne Beschädigung bewahren kann, muss er den Fisch durch einen starken Schlag in den Hinterkopf und durchschneiden der Kiemen töten. Für eine grobe Verletzung wird es gehalten, die gefangenen Fische, welche ins Wasser zurückgelassen werden auf dem Ufer /Boden/ hinaufziehen oder diese nicht schonend ins Wasser zurück zu werfen. Portionieren der erbeuteten Fische vor dem Abgang vom Wasser ist verboten. Die erbeuteten Fische muss man so aufbewahren, das deren Fleisch nicht verderben kann und eine Kontrolle des Fanges ermöglicht ist. Es ist verboten Fische aufbewahren zum Zweck austauschen gegen andere erbeuteten Fische. Die verendeten Fische, die man erreichen kann, ist der Fischer verpflichtet auszufischen und auf diese Weise die Möglichkeit der Versäuchung des Wassers oder Verbreitung der Krankheiten zu beseitigen.

XV. Fang von markierten Fischen

1. Wenn der zum Fischfang Berechtigte einen Fisch der mit Marke versehen ist fängt und diesen wieder zurücklassen muss, weil dieser Fisch geschont wird oder das Mindestmaß nicht hat, muss der zum Fischfang Berechtigte die Form und Nummer der Marke notieren. Er muss auch die Länge des Fisches feststellen und das Gewicht schätzen und den Fisch schonend zurückgelassen. Meldung über solchen Fang mit Angabe der Zeit und Stelle, wo solche Fisch gefangen wurde, erfolgt an : Moravský rybářský svaz, Soběšická 83, 614 00 Brno, Tschechische Republik. In der Meldung trägt er auch die Uhrzeit und der Ort des Fanges ein.

2. Wenn der zum Fischfang Berechtigte einen Fisch der mit Marke versehen ist fängt und diesen wieder nicht zurücklassen muss, wird er die Fischart, genaue Länge und Gewicht eintragen. Der Fang wird an die gleiche Adresse, wie im vorangegangenen Absatz gemeldet mit der Angabe der Uhrzeit und der Ort des Fanges und zur Kontrolle wird die Marke der Meldung beigefügt.

3. Vollständige Meldungen über den Fang von markierten Fischen werden jedes Jahr im Dezember verlost und die Gewinner werden mit Sachpreisen belohnt.

XVI. Wettangeln

Wenn die Ortsorganisation des MFV lokales Wettangeln veranstaltet, darf man nur die Teilnahme der Personen ermöglichen, diejenigen eine Gültige Bewilligung und Staatlichen Fischerschein besitzen. Wettangeln findet statt gemäß der Bestimmungen dieser Fischereiverordnung, falls nicht im Zusammenhang mit dem Wettangeln eine Ausnahme erteilt wurde.

Talsperre VRANOV ist Revier Nr. 461 032 DYJE 15
Otrsorg. Znojmo 34,0 Km 537,0 Ha

Der Zufluß von Morava. Von der Talsperre in Vranov nad Dyjí bis zur Staatsgrenze oberhalb Podhradí n. Dyjí und ein Teil der Želetavka von der Mündung in die Talsperre bis zum Wehr der Mühle Koberův im Kat. Geb. Zblovice. Bezeichnete Abschnitte in der Bucht Švýcarská und in der Mündung der Želetavka sind für die Zucht bestimmt – der Sportfischfang ist verboten vom 01.01. bis 15.06. (durch Tafeln bezeichnet).
Angeln verboten im Katastergebiet Štítary – ist durch Schilder gekennzeichnet.

Angeln vom Boot ab 16.06. gestattet.

Schleppfischen ist ab 01.09. im Ortsteil vom Staudamm bis zur Brücke bei Bítov.

Das Maß des Hechtes ist auf 60cm festgesetzt.

Achtung: in das Revier Dyje 15 wurden Karpfen mit Dauermarke eingesetzt, die unterhalb der Rückenflosse zu finden ist. Jeder Angler der einen markierten Fisch fängt muss sich nach der Regel dieser Fischereiordnung hinsichtlich Fang von markierten Fische richten.